Versorgung öffentlicher Plätze und Mehrzweckhallen mit Energie und Medien
Ein Schwarzwälder Unternehmen versteht sich auf technische Lösungen von logistischen Problemen und hat sich auf die Herstellung von kompakten Versorgungseinheiten für multifunktional genutzte Flächen spezialisiert.
Man denke beispielsweise nur an solche Low-Tech-Events wie Markttage: Bauern, Händler und die Betreiber von Erfrischungsständen erwarten eine zufrieden stellende Versorgung mit Wasser, Strom oder Gas zwecks Kühlung, Beleuchtung oder dem Betrieb von Waagen. Hinzu kommen der Bedarf für die anschließende Reinigung und die Einhaltung polizeilicher Auflagen. Hydranten und Verteilerkästen finden sich zwar meist in der Nähe, doch, um die Versorgung der einzelnen Stände zu gewährleisten, müssen jedesmal riesige Mengen an Kabeln verlegt und nach Ende des Markttages wieder gereinigt, abgebaut und verstaut werden. Während des Markttages liegen sie als Stolperfallen im Weg und müssen mit Holzbrettern vor Beschädigung geschützt werden. Solche dauerhaften Provisorien sind nicht zeitgemäß, denn sie sind unhandlich und produzieren hohe laufende Kosten.
Und dabei ist der Markttag noch eines der harmloseren Beispiele, wenn es um die wiederkehrende Bereitstellung von Versorgungsleitungen geht. Um wie viel schwieriger wird es, wenn Parks, Plätze oder städtische Gebäude für Großveranstaltungen hergerichtet werden sollen, die weiter aus mehr Versorgungsleitungen jeglicher Art, von der Druckluftleitung über Starkstromanschlüsse bis zum Computernetzwerk benötigen - etwa Wahlveranstaltungen, Rockkonzerte oder Stadtfeste.
Temporäre Lösungen
Städte und Gemeinden suchen nach neuen, modernen Lösungen für diese wiederkehrenden Probleme. Insbesondere die Verantwortlichen, von Orten mit einem hohen Anteil an historischer Bausubstanz, haben es dabei schwer, müssen sie doch die Interessen der Denkmalpflege mit den Anforderungen an einen modernen Standort für Industrie und Dienstleistungen in Einklang bringen. Was als theoretisches Problem wie die Quadratur des Kreises anmutet, gleicht in der Realität dem oben beschriebenen Leitungswirrwarr. Die angetroffenen Lösungen sind meist nicht nur unschön, sondern auch risikoreich und mit hohen Personalkosten verbunden.
Vorbild Industrie
Ähnlich gelagerte Probleme, wie sie bei der Planung oder Nachrüstung von Messeplätzen, Gewerbegebieten, Bürgerhäusern oder Sporthallen auftreten, findet man auch in der Industrie. So wird beispielsweise in Montage oder Wartungshallen für Flugzeuge absolute Bodenfreiheit zum Rangieren bei gleichzeitiger schneller Verfügbarkeit zahlreicher Zu- und Ableitungen, wie Druckluft, Strom und Wasser, gefordert. Die Fluggesellschaft Lufthansa hat für diesen speziellen Anforderungen eine Lösung gefunden: Senkelektranten. In den Boden versenkt können sie von den Flugzeugen beim Rangieren überrollt werden, im ausgefahrenen Zustand garantieren sie eine übersichtliche Energieversorgung direkt am Arbeitsplatz.
Dauerhafte Lösung
Die Idee zum Senkelektranten hatte der Schwarzwälder Ingenieur Herbert Moser bereits Mitte der achtziger Jahre: ?Schon damals empfand ich es als unbefriedigend, an historischen Plätzen mausgraue Plastikkästen anzutreffen. Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, in seiner Wohnung Elektrokabel oder Heizungsrohre über Putz zu verlegen. Aber die Gemeinden taten es überall.? 1988 war der erste Prototyp eines Senkelektranten fertig. Die Idee, ebenso einfach wie genial:
Energieverteiler werden dort, wo sie nicht sichtbar sein sollen oder befahrbar sein müssen, im Boden installiert und können bei Bedarf ausgefahren werden: auf Freiflächen ebenso wie in Hallen. Die Abdeckung wird aus Aluminium oder Stahl gefertigt. Sie kann mit dem Material der den Senkelektranten umgebenden Oberfläche - Asphalt, Naturstein, Kunststoff, Rasen - belegt werden. So lässt sich der Senkelektrant perfekt in jedes Gesamtbild einpassen. Im versenkten Zustand ist er nach DIN 1072 C250 befahrbar und bietet ein Höchstmaß an Schutz und Sicherheit. Aus- und eingefahren wird der Senkelektrant mittels Handkurbel.
Seit 1993 läuft die kleine Serienproduktion, und zu den Kunden der Firma Moser Systemelektrik aus Schönwald gehören mittlerweile zahlreiche Gemeinden, Rundfunk-anstalten und renommierte Unternehmen aus Handel und Industrie.
Technologie für die Zukunft
Mit dem Senkelektranten bietet der Hersteller aus dem Hochschwarzwald heute ein ausgereiftes Produkt an, das in verschiedenen Modellen zur Verfügung steht und das jeweils auf die individuellen Anforderungen - Art der Versorgungsleitungen, Witterungsbelastung, optische Anpassung - abgestimmt wird. Sollten sich im Laufe der Jahre diese Anforderungen einmal ändern, können die Geräte problemlos mit neuen Funktionen ausgestattet werden.
In einem Jahrzehnt, in dem den Stadtplanern wieder mehr an der Belebung von öffentlichen Orten gelegen ist, erscheinen Senkelektranten geradezu als die technische Lösung des Moments, sind in ihnen doch die wichtigsten Eigenschaften vereint: Anpassungsfähigkeit bis zum totalen Verschwinden, einfachste Handhabe und Variabilität.
Sind die Anschlüsse einmal montiert, und ist damit die moderne Voraussetzung für die Durchführung von Events geschaffen, steigert dies auch die gewerbliche Attraktivität der Kommunen. Die technische Ausrüstung wird von Gastveranstaltern als Standortbonus verbucht und verschafft der so gewappneten Stadt oder Gemeinde einen Wettbewerbsvorteil bei der Vergabe von Veranstaltungen.









